
„Uns passiert das nicht“: 5 gefährliche Irrtümer in der IT-Sicherheit
„Uns passiert das nicht“, „Die Firewall reicht“, „Unsere Mitarbeiter wissen Bescheid“: Solche Annahmen hören wir in der IT-Sicherheit immer wieder, und genau sie machen Unternehmen angreifbar. Im Cyber Security Awareness Month haben wir die fünf häufigsten Irrtümer aufgedeckt und gezeigt, warum sie Ihr Unternehmen in Gefahr bringen. Hier finden Sie die komplette Videoreihe zum Nachschauen und Nachlesen, denn Awareness endet nicht mit einem Aktionsmonat. Nur wer die Risiken kennt, kann sich effektiv schützen.
Mythos Nr. 1:
„Cyberangriffe treffen nur große Konzerne – uns passiert das nicht!“
Laut Hiscox Cyber Readiness Report 2025 haben 67 % der deutschen KMU im letzten Jahr mindestens einen Cyberangriff festgestellt. Angreifer suchen keine Größe, sondern Schwachstellen. Automatisierte Angriffe scannen das gesamte Internet, Lieferkettenangriffe nutzen kleine Unternehmen als Einfallstor zu größeren Partnern, und Erpressung lohnt sich dank Ransomware-as-a-Service auch bei „kleinen“ Opfern.
Mythos Nr. 2:
„Unsere Firewall reicht.“
Die meisten Angreifer klopfen nicht am Netzwerkport an, sie schicken eine E-Mail. Passwortangriffe (18 %) und Phishing (16 %) verursachen häufig Schäden. Als Hauptgründe für erfolgreiche Angriffe nennen Unternehmen unzureichende Erkennung (59 %), Fehlkonfigurationen (57 %) und schwaches Identitäts- und Zugriffsmanagement (55 %). Gibt ein Mitarbeiter seine Zugangsdaten preis, hat die Firewall nichts zu blockieren. Sie ist eine wichtige Schutzschicht, aber keine Sicherheitsstrategie.
Mythos Nr. 3:
„Wir haben keine sensiblen Daten.
45 % der Unternehmen waren (vermutlich) von digitalem Diebstahl ihrer Geschäftsdaten betroffen, bei 54 % wurden E-Mails, Messenger oder Videocalls ausgespäht. Kundenkontakte, Angebote, Verträge oder Konstruktionsdaten sind für Kriminelle und Wettbewerber wertvoll. Die richtige Frage lautet deshalb: Welche Informationen sind für uns wichtig, und was passiert, wenn sie in falsche Hände geraten? Ein ISMS liefert die Antwort.
Mythos Nr. 4:
„Unsere Backups retten uns – zurückspielen und die Systeme laufen wieder.“
45 % der Unternehmen waren in den letzten 12 Monaten von Ransomware betroffen. Moderne Ransomware verschlüsselt nicht nur, sondern stiehlt auch Daten und droht mit deren Veröffentlichung, und dagegen hilft kein Backup. Zudem haben 39 % der Unternehmen noch immer kein Notfallmanagement. Backups sind unverzichtbar, aber nur, wenn sie vom Produktivsystem getrennt sind, regelmäßig auf Wiederherstellbarkeit getestet werden und der Angreifer nicht mehr im System sitzt.
Mythos Nr. 5:
„Unsere Mitarbeiter wissen Bescheid.“
Die Phishing-Mail mit zehn Rechtschreibfehlern gibt es kaum noch. 82 % der Unternehmen gehen davon aus, dass Angreifer verstärkt KI einsetzen. Schäden durch Deepfakes haben sich verdoppelt (von 4 % auf 8 %), Schäden durch Robo Calls sind von 3 % auf 14 % gestiegen. Trotzdem schulen nur 24 % der Unternehmen alle Beschäftigten regelmäßig. Awareness ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein fester Prozess im ISMS: regelmäßige Trainings, simulierte Phishing-Kampagnen und technische Filter. Mit unserer Partnerplattform KnowBe4 setzen Sie das einfach um.
Quellenangabe: Hiscox Cyber Readiness Report 2025
So starten Sie mit Ihrem ISMS
- Risikoanalyse durchführen
- Patch-Management etablieren
- Mitarbeitende regelmäßig schulen
- Notfallplan erstellen und testen
Sie möchten gleich loslegen? Sprechen Sie uns an, wir unterstütz Sie!
Wie Sie die tatsächlichen Risiken für Ihr Unternehmen bewerten und priorisieren, zeigen wir Ihnen am Donnerstag, 12.11.2026 ab 10:00 Uhr in unserem Webinar zum Cyber Risk Exposure Management. Dort erleben Sie Theorie und Praxis in einem interaktiven Planspiel.









